14.11.2011: Verfassungsgerichtshof hebt Bindestrich-Verbot in Doppelnamen eingetragener PartnerInnen auf

In der Vergangenheit haben Behörden – bei der Anwendung des EPG – die Bestimmungen so interpretiert, dass der Doppelname bei gleichgeschlechtlichen Partnerschaften – im Gegensatz zu Doppelnamen bei Ehepaaren – ohne Bindestrich zu bilden und zu führen sei. Der Verfassungsgerichtshof hat nun entschieden, dass dies keine verfassungskonforme Auslegung der gesetzlichen Bestimmung ist. Weil bereits am Vorhandensein oder eben Fehlen eines Bindestriches bei Doppelnamen die sexuelle Orientierung erkennbar und dies eine unzulässige Diskriminierung wäre.

Mag. Johannes Wahala, Psychotherapeut/Sexualtherapeut, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Sexualforschung und Leiter der Beratungsstelle COURAGE ist froh darüber, "dass der homophoben Auslegung in der behördlichen Vollzugspraxis somit ein Riegel vorgeschoben wurde und die Stigmatisierung von gleichgeschlechtlich empfindenden Menschen damit – eine verfassungskonforme Interpretation der gesetzlichen Bestimmungen durch behördliche Organe vorausgesetzt – nicht mehr toleriert wird."

Die Beratungsstelle COURAGE begrüßt daher die Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes hinsichtlich der Verwendung von Bindestrichen für Doppelnamen, nämlich sowohl für gleichgeschlechtliche als auch verschiedengeschlechtliche Paare. "Dass es dabei lediglich um das Vorhandensein oder eben Fehlen eines einzigen Zeichens – nämlich um den Bindestrich zwischen zwei Familiennamen – geht, zeigt, wie schwierig es manchmal sein kann, homophobe Intoleranz und Diskriminierung von gleichgeschlechtlich empfindenden Menschen aufzuzeigen und sichtbar zu machen", ist Mag. Wahala überzeugt, dass sich im EPG noch weitere homophobe Interpretationsspielräume und eben auch solche diskriminierenden Bestimmungen finden lassen.

28.03.2011: WAS-Erklärung zur EU-Kinderporno Richtlinie

Nach den deutschsprachigen sexualwissenschaftlichen Gesellschaften und der European Federation of Sexology (EFS) fordert jetzt auch die World Association for Sexual Health (WAS) Änderungen an der geplanten EU-Kinderporno-Richtlinie, die auch Pornografie mit Erwachsenen, Kunst und Pubertätskomödien verbieten würde. Wie die anderen Vereinigungen begrüßt der Weltverband der Sexualwissenschaft den Kampf gegen die Kinderpornografie, fordert jedoch die explizite Herausnahme von Werken der Kunst und der Bildung. WAS betont auch die Notwendigkeit der Straffreiheit einverständlicher Kontakte von Jugendlichen und ersucht die EU dringend um Berücksichtigung der Wichtigkeit des Rechts jedes Kindes auf umfassende, altersentsprechende Sexualerziehung.  Erklärung (in Englisch).

15.03.2011: Jugendliche und junge Erwachsene sind keine Kinder

Nach den deutschsprachigen sexualwissenschaftlichen Gesellschaften kritisiert jetzt auch der europäische Dachverband der Sexologen die neue EU-Kinderpornografie-Richtlinie, die Pornografie mit Erwachsenen, Kunst und Pubertätskomödien verbieten soll. Mehr dazu siehe EFS zu EU-Kinderpornographie-Richtlinie und EFS English.

08.03.2011: Mag. Johannes Wahala in der „Zeit im Bild“ zum Thema „Jugendliche & Junge Erwachsene sind keine Kinder“

Eine neue EU-Richtlinie soll Pornografie, Kunst und Pubertätskomödien verbieten. Die deutschsprachige Sexualwissenschaft schlägt Alarm. Die „Richtlinie zur Bekämpfung der sexuellen Ausbeutung von Kindern und der Kinderpornografie“ sieht nicht nur Internetsperren vor, sondern auch die Kriminalisierung von Erotika mit Erwachsenen und von gängigen Spielfilmen. Verboten wird dabei nicht nur Pornografie, sondern jede Darstellung sexueller Vorgänge. Es gibt keine Ausnahme für Kunst oder Wissenschaft. Mehr dazu siehe ERKLÄRUNG „Jugendliche & junge Erwachsene sind keine Kinder“ (Englisch) und auf You Tube.

11.02.2009: Mag. Johannes Wahala zu Gast bei „Talk of Town“ auf PULS4

Mag. Johannes Wahala, Präsident der ÖGS-Österreichische Gesellschaft für Sexualforschung, war am Montag, 11. Februar 2008, zu Gast bei Manuela Raidl zum Thema „Muss ich Kirchensteuer zahlen um zu glauben?“ Der Mitschnitt ist in drei Teile geteilt, hier finden sie Teil 1, Teil 2 und Teil 3 sowie den Teaser.

11.02.2009: COURAGE und ÖGS fordern Ende homophober Gewalt in der Katholischen Kirche Österreichs . Wahala: „Das ist eine Treibjagd, die menschenverachtend ist. Homosexualität ist nicht heilbar! Ich kenne keine wirklich geheilten Homosexuellen."

Scharf kritisiert der katholische Theologe, Psychotherapeut und Sexualforscher Johannes Wahala die Aussagen des designierten Linzer Weihbischofs Gerhard Maria Wagner über Homosexualität in der jüngsten Ausgabe von Profil. „Diese Aussagen sind humanwissenschaftlich falsch. Sie zeugen von massiver verbaler, psychischer und religiöser antihomosexueller Gewalt. Wagner schürt damit die Homophobie und vor allem den Schwulenhass rechtsradikaler Kreise. Zusammen mit den Aussagen der Bischöfe Fischer und Laun kann man derzeit von einer Treibjagd gegen gleichge-schlechtlich empfindende und l(i)ebende Menschen in der katholischen Kirche reden, da keiner der österreichischen Bischöfe solchen menschenverachtenden Aussagen Einhalt gebietet und somit Homosexuelle scheinbar in der katholischen Kirche zum Freiwild geworden sind." Hier weiterlesen...

6.12.2005: Appell österreichischer Sexualwissenschaftler an die Uni-Reformer. Utl.: Bei den neuen Studien (gemäß Bologna-Prozess) nicht auf Fragen der Sexualität vergessen!

Derzeit wird an allen österreichischen Universitäten und Hochschulen an den neuen, nach dem Bologna-Prozess zu entwickelnden Bakkalaureats-, Magister- und Doktoratsstudien gearbeitet. Anlässlich dieser Gelegenheit appellieren die Sexualwissenschaftler Univ.-Prof. Dr. Josef Christian Aigner (Universität Innsbruck) und Mag. Johannes Wahala (Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Sexualforschung) in einem offenen Brief an alle Human- und Sozialwissenschaftlichen Studienrichtungen an österreichischen Universitäten, bei der Neuerstellung der Studienpläne nicht – wie bisher – auf die Thematik der menschlichen Sexualität in ihren vielfältigen Ausdrucksformen zu vergessen.

  26.07.2005: Stellungnahme zu Homosexualität im Iran. Utl.: ÖGS und COURAGE bestürzt über Menschenrechtsverletzungen im Iran und in Deutschland.

Zwei Jugendliche, einer von ihnen noch minderjährig, wurden am 20.Juli 2005 in Mashhad im Iran wegen homosexueller Handlungen hingerichtet. Die Hinrichtung durch erhängen fand öffentlich und in Beisein einer Vielzahl von Zuschauern statt.

In Deutschland wurde einem 32-jährigen homosexuellen Iraner das Asyl verwehrt und lediglich eine „Duldung“ gewährt. Als dieser eine Lebensgemeinschaft mit deinem Lebensgefährten eintragen lassen wollte, wurde ihm diese „Duldung“ jedoch entzogen. Seither sitzt er in Schubhaft und wartet auf seine Abschiebung.

27.07.2004: ÖGS Stellungnahme zur Causa „St. Pöltner Priesterseminar“: ÖGS fordert Ende der homophoben Treibjagd. Utl.: „Kein Sex- sondern Heuchlerskandal!“

Mit scharfen Worten verurteilt die Österreichische Gesellschaft für Sexualforschung (ÖGS) die mediale Berichterstattung über sexuelle Kontakte zwischen Angehörigen des St. Pöltner Priesterseminars. Die dabei an den Tag gelegte Heuchelei liberaler Medien sei ebenso unerträglich wie die Scheinheiligkeit der konservativen Geistlichkeit.

19.01.2004: ÖGS Stellungnahme zu den Aussagen der Bundespräsidentschaftskandidatin Ferrero-Waldner: Homosexualität ist Normvariante menschlicher Sexualität. Utl.: ÖGS nimmt Stellung zu Aussagen der Präsidentschaftskandidatin Ferrero-Waldner zu gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften

Die Österreichische Gesellschaft für Sexualforschung ist über die Aussage von Benita Ferrero-Waldner, sie vertrete in der Frage der rechtlichen Absicherung gleichgeschlecht-licher Lebensgemeinschaft „den katholischen Standpunkt“, äußerst verwundert. „Von einer Bundespräsidentin erwarte ich mir, dass sie die heutigen Erkenntnisse der Human- und Sexualwissenschaften wahrnimmt und zwischen dem katholischen Sakrament der Ehe und der Zivilehe als staatlicher Institution unterscheiden kann.“, so der Vorsitzende der ÖGS, Johannes Wahala.

24.12.2003: ÖGS Stellungnahme zu den Aussagen des Grazer Bürgermeister Nagl,
Homosexualität ist Normvariante menschlicher Sexualität
. Utl.: ÖGS nimmt Stellung zu Grazer Bürgermeister Nagl

Die Österreichische Gesellschaft für Sexualforschung ist über die Aussagen des Grazer Bürgermeisters Nagl über Homosexualität schockiert. Hier maßt sich ein Politiker, der scheinbar keine Ahnung der heutigen humanwissenschaftlichen Kenntnisse besitzt, an zu postulieren, was „Normalität in unserer Gesellschaft“ ist. Damit überschreitet Nagl eindeutig seine politische Kompetenz. Derartige Aussagen haben in der Geschichte zu wahren Greultaten gegen gleichgeschlechtlich empfindende und liebende Menschen geführt.

August 2003: Stellungnahme von Mag. Johannes Wahala zum Vatikan-Dokument über Homosexualität: Wider die Vernunft und Menschlichkeit

Der bekannte Psychotherapeut und Theologe, Mag. Johannes Wahala, Vorsitzender der Österreichischen Gesellschaft für Sexualforschung und Leiter der Beratungsstelle COURAGE für gleichgeschlechtliche und transgender Lebensweisen zum neuen Vatikandokument über Homosexualität.

ÖGS – Stellungnahme zum Strafrechtsänderungsgesetz 2003

Die ÖGS hat sich im Zuge des Begutachtungsverfahrens des Strafrechtsänderungsgesetzes vehement für eine „vernünftige Schutzbestimmungen für mündige Jugendliche“ eingesetzt.

20.9.2002: ÖGS Broschüre „Love, Sex und so...“ – ausgezeichnete Aufklärungsbroschüre für Jugendliche. Utl.: ÖGS begrüßt fachlich fundierte Aufklärungsbroschüre des Jugendministeriums

Die Österreichische Gesellschaft für Sexualforschung (ÖGS) „begrüßt“ die „fachlich fundierte und äußerst jugendgerechte Aufklärungs-Broschüre“ des BMSG „Love, Sex und so ...“, wie der dritte Vorsitzende, der bekannte katholische Theologe und Psychotherapeut Mag. Johannes Wahala betont: „Die massive Kritik und Hetze gegen die Broschüre seitens der Bischöfe Küng und Laun sowie dem ‚Institut für Ehe und Familie’ der Österreichischen Bischofskonferenz ist von einer fundamentalistischen katholischen Sexualmoral her verständlich, nicht aber von Seiten einer seriösen Sexualforschung.“

1996: Mag. Johannes Wahala zum Schreiben über Homosexualität von Prälat Dr. Elmar Fischer (Offener Brief)

Offener Brief von Mag. Johannes Wahala auf das Schreiben über Homosexualität von Prälat Dr. Elmar Fischer.

1996: Schreiben über Homosexualität von Prälat Dr. Elmar Fischer

Schreiben von Prälat Dr. Elmar Fischer an alle in Seelsorge und Katechese Tätigen.

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